Sehr geehrte Damen und Herren,

heute führt uns ein freudiger Anlass hier in Trier-West zusammen: Mit der feierlichen Einweihung des Hauses des Jugendrechts wird eine öffentliche Einrichtung in Betrieb genommen, die für die Stadt Trier einen großen Gewinn darstellt. Zugleich leistet das Haus des Jugendrechts einen wichtigen Beitrag zur Behebung der städtebaulichen Missstände in diesem Quartier.

Einweihung Haus des JugendrechtsBlicken wir gemeinsam zurück: Als vor gut vier Jahren, im Frühjahr 2008, die ersten Gespräche über das Haus des Jugendrechts geführt wurden, befanden sich in diesem Gebäude, in dem wir heute stehen, städtische Wohnungen in leider sehr schlechtem baulichen Zustand. Für die Stadt Trier war und ist es ein Glücksfall, dass gerade dieses Objekt als Standort für das Haus des Jugendrechts ausgewählt werden konnte. Hierdurch eröffneten sich uns Möglichkeiten, das denkmalgeschützte Gebäude zu einem städtebaulichen Blickfang aufzuwerten und eine attraktive Nutzung mit Leuchtturmwirkung über die Grenzen des Stadtteils hinaus anzusiedeln. Viele von Ihnen dürften bereits am Spatenstich im Januar 2010 teilgenommen haben. Schon damals wurde deutlich, dass mit dem Baubeginn ein wichtiges Startsignal für die Aufwertung des Stadtteils Trier-West gesetzt werden konnte, an das viele von uns berechtigte Hoffnungen geknüpft haben. Heute, am Ende der Baumaßnahme dürfen wir erfreut feststellen, dass unsere Hoffnungen Realität geworden sind. Wir alle können uns von der besonderen baulichen Qualität dieses Gebäudes überzeugen, an dessen Gelingen so viele Menschen tatkräftig mitgewirkt haben.

Überhaupt war die Zusammenarbeit der viele Akteure vorbildlich. Während der Planungsphase haben die zuständigen Ansprechpartner der Stadt, der verschiedenen beteiligten Institutionen sowie der Planungs- und Baufirmen zielgerichtet und kooperativ auf die Umsetzung des Projekts hingewirkt. Beim Haus des Jugendrechts ist es gelungen, die Träger von Polizei, Justiz und Jugendhilfe einen neuen Kooperationsweg einschlagen zu lassen. Für die Bereitschaft, sich diesem Projekt zu öffnen und sich an dessen Planung so intensiv zu beteiligen, danke ich allen Mitwirkenden an dieser Stelle recht herzlich. Ich wünsche Ihnen als gemeinsame Träger dieser Einrichtung ein kollegiales Zusammenarbeiten unter einem Dach. Mögen hiervon zukunftsweisende Impulse auf die Prävention von Kinderdelinquenz und Jugendkriminalität ausgehen können.

Meinen herzlichen Dank richte ich auch an die Mitarbeiter der Planungs- und Baufirmen, die sich durch einen kompetenten Einsatz ausgezeichnet haben. Wir alle sind froh darüber, dass die Bauarbeiten trotz zum Teil widriger Umstände ohne größere Zwischenfälle abgeschlossen werden konnten und vor allem kein Mensch durch Unfall zu Schaden kam. Dies ist bei einem derartigen Bauprojekt nicht selbstverständlich und zeugt von dem großen Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten.

Die Bauphase selbst dürfte auch von Ihnen, den Nachbarn in der Gneisenaustraße, viel Geduld abverlangt haben. Ich danke Ihnen recht herzlich für Ihr Verständnis gegenüber den baubedingten Einschränkungen und hoffe, dass am heutigen Eröffnungstag auch für Sie die Freude über das Entstandene überwiegt. Ihnen und allen Bewohnern und Akteuren im Stadtteil Trier-West wünsche ich, dass Sie das Haus des Jugendrechts als Bereicherung für Ihren Lebensraum annehmen können und ihre neuen Nachbarn in Ihrem lebenswerten Stadtteil Trier-West herzlich willkommen heißen. Im Hinblick auf die weitere städtebauliche Erneuerung des Stadtteils und insbesondere des Gneisenauberings versichere ich Ihnen, dass sich die zuständigen Kollegen innerhalb der Stadtverwaltung tatkräftig um eine Fortsetzung der Planungen und Umsetzung der nächsten Projekte bemühen.

Die städtebauliche Erneuerung von Trier-West ist eine zentrale Aufgabe für die Stadt Trier, die politischen Entscheidungsträger in Stadtrat und Ortsbeirat stehen geschlossen für diese Aufgabe ein. Die hierfür erforderlichen finanziellen Aufwendungen könnte die Stadt allerdings mit Eigenmitteln allein nicht bestreiten, vielmehr sind wir auf Fördermittel angewiesen. Am heutigen Tag danke ich daher ausdrücklich den verantwortlichen Vertretern des Landes Rheinland-Pfalz für Ihre finanzielle Unterstützung. Das Haus des Jugendrechts konnte zu einem überwiegenden Anteil über das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt finanziert werden. Wir alle sind froh und dankbar, dass die herausragende Bedeutung dieser Einrichtung auch durch entsprechende Finanzmittel anerkannt wurde. Darin sehe ich ein klares Bekenntnis des Landes zu dieser besonderen Konzeption, aber auch zum Standort Trier.

Wenn wir in naher Zukunft den Abschluss der Erneuerungsmaßnahmen im Gneisenaubering feiern dürfen, dann möge sich das Haus des Jugendrechts bereits als unverzichtbare Einrichtung im Gefüge dieses Stadtteils verankert haben. Aufgrund der erfolgreichen Vorbilder in anderen rheinland-pfälzischen Städten dürfen wir uns auf eine erfolgreiche Arbeit dieser Einrichtung freuen. Hierfür wünsche ich allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Erfolg und Gottes Segen!