Das wichtigste in meinem Leben...

... sind meine Kinder (von links) Malte (geb. 1989), Kommunikationsdesigner, Marie (geb. 1985), Unternehmensberaterin, Nils (geb. 1983), Volkswirt und natürlich meine Frau, Malu Dreyer, 10 Jahre Staatsministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie und nun Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz.

Wir haben im Juli 2004 geheiratet und ich bin unendlich glücklich darüber, dass ich nach dem frühen Tod meiner ersten Frau, Helene Hillesheim-Jensen, noch einmal eine so große Liebe erfahren darf.
Seit 1984 lebe ich nun schon im Schammatdorf, wo wir uns in guter Nachbarschaft sehr wohl fühlen.

 

Lebenslauf

Begonnen hat mein Leben am 14.1.1952 in Duisburg. Mit meinen lieben Eltern Katharina (geb. 1923) und Hans Jensen (verstorben 2000), meinem Bruder Manfred, der 2011 im Alter von 64 Jahren viel zu früh verstarb und meinen Schwestern Monika, Christel und Elisabeth sowie meiner Oma Dora durfte ich eine sehr glückliche Kindheit und Jugendzeit verbringen.

Nach Abschluss der Realschule, einer Ausbildung zum Großhandelskaufmann in einem internationalen Handelshaus und Zivildienst bei der Arbeiterwohlfahrt in Duisburger Obdachlosensiedlungen absolvierte ich an der Fachhochschule für Sozialwesen in Düsseldorf ein Studium der Sozialarbeit mit dem Schwerpunkt „Sozialplanung“.

Der damalige Trierer Bürgermeister Paul Kreutzer gab mir 1976 die Chance, das in Deutschland neue Berufsbild eines Sozialplaners mit Leben zu erfüllen. Nach dreijähriger Tätigkeit bei der Stadtverwaltung Trier, anschließenden freiberuflichen Engagements als Sozialplaner und Dozent sowie weiteren Studien an der Universität Trier leitete ich ab 1982 die von mir initiierte „Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V.“ und das Friedenszentrum in der Palaststraße.

1986 gründete ich gemeinsam mit meinem Geschäftspartner das Büro für Sozialplanung Jensen & Kappenstein, das sich als erfolgreiches Unternehmen mit Standorten in Trier, Chemnitz, Erfurt und Mainz etablierte.

Als Folge der intensiven siebenjährigen Tätigkeit als Berater und Projektentwickler unterschiedlicher Bundesländer, Ministerien auf Bundesebene, der EU u. a. resultierte 1994 die ehrenvolle Berufung zum Staatssekretär durch den damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Scharping. Als Amtschef des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit konnte ich an entscheidender Stelle große Reformen im Rahmen der Verwaltungsmodernisierung, der Gemeindenahen Psychiatrie, der Kommunalisierung der Gesundheitsämter, der Integration von Menschen mit Behinderung, der Arbeitsmarkt- und Gesundheitspolitik mitgestalten.

Als „Manager“ eines Geschäftsbereiches mit 4.000 Bediensteten und einem Milliardenetat habe ich viele für das Amt eines Oberbürgermeisters wichtige Kompetenzen erworben.
Daneben durfte ich als Landesbehindertenbeauftragter die Belange von etwa 300.000 Menschen mit Behinderung in Rheinland-Pfalz vertreten.

1999 wurde ich in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Meine liebe Frau Helene war an Krebs erkrankt. Sie und meine drei Kinder brauchten mich in Trier. Helene starb am 26.1.2001 im Alter von 40 Jahren.

Nach meiner Rückkehr aus Mainz arbeitete ich freiberuflich als Unternehmensberater für Krankenhäuser, Wohlfahrtsverbände und öffentliche Verwaltungen. Zur Vermeidung von Interessenskollisionen mit der Tätigkeit meiner jetzigen Frau als Ministerin habe ich das Berufsfeld ganz aufgegeben und arbeitete als Stiftungsvorstand der von mir gegründeten "Klaus Jensen Stiftung" (www.klaus-jensen-stiftung.de), die Projekte der Gewaltprävention, Mediation (Vermittlung) und Versöhnung im In- und Ausland unterstützt.

Am 26. September 2006 wählten mich 67% der Trierer Bürgerinnen und Bürger zum Oberbürgermeister der Stadt Trier. Am 1. April 2007 wurde ich im Rathaussaal vereidigt und begann meinen Dienst als OB.

Meine Amtszeit endete am 31. März 2015. Seitdem engagiere ich mich ehrenamtlich im Rahmen meiner Stiftung in Sachen "Gewaltprävention und als Honorarkonsul Luxemburgs.


 

Ehrenamtliches Engagement

Seit meinem 15. Lebensjahr war und bin ich in den unterschiedlichsten Bereichen ehrenamtlich engagiert: z. B. bei amnesty international, in Bürgerinitiativen im Ruhrgebiet und hier (siehe unten: „Spuren in Trier“), im Schammatdorf, in der Arbeitsgemeinschaft Frieden, für Peace Brigades International usw..

Seit meiner Tätigkeit als Staatssekretär und Landesbehindertenbeauftragter wurde ich regelmäßig von Triererinnen und Trierern um Rat und Unterstützung gebeten. Diese Hilfe im Einzelfall erfüllt mich immer mit besonderer Freude.

Über 50 Organisationen, Einrichtungen und Vereine habe ich bei speziellen Problemen und tiefgreifenden Krisensituationen ehrenamtlich beraten. Dabei kamen mir meine beruflich erworbenen Kompetenzen als Planer, Unternehmer, Kaufmann und „Verwalter“ sehr zu gute.

Warum ich das tue? Nicht aus überhöhtem Idealismus, sondern weil ich etwas von dem vielen Glück, das ich in meinem Leben erfahre, weitergeben möchte und weil es einfach Spaß macht, Probleme zu lösen, Menschen zu begegnen und unsere Gesellschaft konkret zu gestalten. Kurz, es tut mir gut! Zu dieser Form des Egoismus bekenne ich mich ausdrücklich.

 

Freizeit

Berufstätigkeit und ehrenamtliches Engagement lassen mir zwar relativ wenig Zeit, aber ich nutze sie möglichst vielseitig:

Besuche bei den Basketballern der TBB in der Arena, bei den Rollstuhlbasketballern Dolphins, bei der Eintracht im Stadion, Kino, Konzerte, Cafe und Natur wechseln sich dabei ab. Joggen, Radfahren, Lesen und Reisen machen mir ebenso viel Spaß wie Fernsehen.

Nach einer anstrengenden Dienstreise durch Ruanda, erfüllte sich ein Kindheitstraum: Begegnung mit den Berggorillas.

 

Spuren in Trier

Bürgerinitiative Weisshauswald. Als einer der Initiatoren und Sprecher der Bürgerinitiative „Rettet den Weißhauswald“ konnte ich 1979 helfen, dass - mit der Unterstützung von 12.000 Triererinnen und Trierern - die geplante Abholzung und Bebauung eines großen Teils des Weißhauswaldes verhindert wurde. Der Obelisk neben dem Restaurant erinnert daran. Das Bild zeigt das damalige Sprechergremium: Dr. Bernhard Gies, Heinz Schilz, Bernd Raussen, Hermann Münzel, Dr. Albrecht Wien, Klaus Jensen (es fehlt Dr. Sigrid Theisen).

Mit der von mir initiierten Gründung der Arbeitsgemeinschaft Frieden sind seit 1979 viele Trierer mit den Themen „Abrüstung“, „Menschenrechte“, „Friedenserziehung“ und „Eine Welt“ in Berührung gekommen.

Die bauliche und soziale Entwicklung in Trier-Nord (Wohnungsgenossenschaft Am Beutelweg) durfte ich zunächst als Projektmanager und später als ehrenamtlicher Berater mit vorantreiben.

In meiner Zeit als Staatssekretär konnten zukunftsweisende, millionenschwere Investitionen in der Trierer Krankenhauslandschaft realisiert bzw. auf den Weg gebracht werden. Nach 1999 habe ich als ehrenamtlicher Berater des Bistums Trier die schlimmen Folgen des Doerfert/CTT-Skandals mit aufgearbeitet.

Verleihung des Versöhnungspreises der Klaus-Jensen-Stiftung an „Radio for Peace“, einem israelisch-palästinensischen Versöhnungsprojektes.

Die von mir 2003 gegründete "Klaus Jensen Stiftung" (www.klaus-jensen-stiftung.de) für zivile Konfliktbehandlung mit Sitz in Trier fördert lokale, regionale und internationale Projekte der Gewaltprävention, Mediation und Versöhnung.

Diese Beispiele haben eines gemeinsam: sie zeigen, wie viel erreicht werden kann, wenn sich Menschen in der Stadt zusammenfinden und sich kreativ engagieren.